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GUT VERSICHERT?

Entgegen hartnäckiger Gerüchte ist man in Österreich nicht automatisch krankenversichert! Es besteht kein allgemeiner Versicherungszwang. Um im Krankheitsfall nicht alle Kosten selbst tragen zu müssen, stellen wir Euch im folgenden Möglichkeiten und Voraussetzungen für verschiedene Formen der Versicherung vor: (siehe auch Sozialbroschüre)

wird mit Einzahlen des ÖH-Beitrages gültig, deckt jedoch nur Unfälle und Schäden auf dem Weg zur/von der Uni und im Rahmen des Unibetriebes (Auslandsemester, Exkursionen, Laborübungen, USI-Kurse etc...).

Mehr dazu hier -> ÖH Versicherung 

Bis zur Vollendung des 27.Lebensjahres möglich. Voraussetzung: Bezug von Familienbeihilfe oder Leistungsnachweis von 8 Stunden/Jahr (Verlängerung des Nachweiszeitraumes möglich). Im Gegensatz zur Familienbeihilfe gibt es keine Semesterbeschränkung. 

Die studentische Selbstversicherung kostet derzeit in etwa 60 Euro monatlich und ist nicht an ein Höchstalter gebunden, es gelten aber folgende Voraussetzungen:
Ordentlicher Wohnsitz in Österreich
Du hast noch kein Studium abgeschlossen (Ausnahmen möglich, z.B. wenn du keine oder nur geringfügige Einkünfte hast).
Dein Einkommen aus beruflicher Tätigkeit darf den Betrag von 10.000 Euro jährlich nicht übersteigen.
Du hast das Studium nicht öfter als zweimal oder zu spät gewechselt (gilt nicht für BezieherInnen des Studienabschluss-Stipendiums).
Du hast die gesamte Mindeststudiendauer deines Studiums plus ein Semester pro Abschnitt um nicht mehr als vier Semester überschritten (Ausnahmen sind bei Vorliegen wichtiger Gründe wie z.B. Krankheit möglich, außerdem gilt diese beschränkte Semesterzahl nicht für BezieherInnen eines SAS).
Zu beantragen ist die studentische Selbstversicherung bei der Gebietskrankenkasse (GKK) des Studienorts.
ACHTUNG: Es ist ratsam, öfter den eigenen Versicherungsstatus zu überprüfen!  

Der Beitragssatz beträgt derzeit 388,04 Euro pro Monat (Stand 2015). Dieser Betrag kann  bei sozialer Bedürftigkeit auf ca. 1/4 herabgesetzt werden, d.h. dass du deine finanzielle Situation nachweisen musst. Hier wird vor allem dein Einkommen, aber auch die Unterhaltsleistung der Eltern zur Beurteilung herangezogen.Stelle mit dem Antrag auf freiwillige Krankenversicherung gleichzeitig einen Antrag auf Herabsetzung der Beitragsgrundlage! Sonst wird jedenfalls zum Höchstsatz eingestuft.

Als geringfügig beschäftigteR DienstnehmerIn (monatliches Einkommen nicht höher als 405,98 für 2015) bist du nur unfallversichert, hast aber die Möglichkeit, dich um 57,30 Euro pro Monat selbst zu versichern. In diesem Fall bist du nicht nur kranken-, sondern auch pensionsversichert. Den Antrag auf Selbstversicherung ist bei der GKK zu stellen.  WICHTIG: Wenn du mehrere geringfügige Beschäftigungen hast und deine Einkünfte insgesamt die Geringfügigkeitsgrenze überschreiten, bist du pflichtversichert. Die Sozialversicherungsbeiträge werden dir aber dann nicht von den ArbeitgeberInnen abgezogen, sondern direkt von der GKK vorgeschrieben.  

Wenn du Einkünfte als neueR SelbständigeR hast, aber deine Einkünfte die Grenze für die Pflichtversicherung nicht überschreiten, hast du die Möglichkeit, bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft die Erklärung abzugeben, dass du kranken- und unfallversichert sein möchtest, auch wenn die Versicherungsgrenze nicht überschritten wird. Du kannst dich um 55,39 Euro (Stand 2015) pro Monat bei der SVA krankenversichern. Die Unfallversicherung kostet 8,90 Euro monatlich.