Skip to main content

Was denken Fachstukos über individuelle Studien

ein Interview mit Ao.Univ.Prof. Dr.phil. Erwin Frohmann

Ao.Univ.Prof. Dr.phil Erwin Frohmann macht die Programmbegleitung für Landschaftsplanung/Landschaftsarchitektur (LAP/LARCH) und ist Vorsitzender der Fachstudienkonferenz LAP/LARCH. Er war so nett uns ein paar Fragen zu individuellen Studien zu beantworten.

(14.4.2016)

IDIP: Was bedeuten individuelle Studien für die BOKU? Sehen sie Vorteile?
Frohmann: Individuelle Studien ermöglichen eine spezifische fachliche Ausrichtung. Sie können eine Bereicherung des bestehen Angebots darstellen, vor allem wenn fachliche Erweiterungen mit anderen Universitäten stattfinden.


IDIP: Welche Rolle werden individuelle Studien in Zukunft spielen?
Frohmann: Auf Grund der verstärkten Ausbildung von Nischenbereichen in der Arbeitslandschaft wie auch auf Grund der interdisziplinären Vernetzung unterschiedlicher Fachbereiche werden individuelle Studienpläne auch in Zukunft eine Rolle spielen.

IDIP: Wie schätzen sie die Karrierechancen von Studenten mit individuellem Studium ein?
Frohmann: Diese hängen von der Definition des Qualifikationsprofils ab und davon inwieweit dieses eine Nische am Arbeitsmarkt anspricht. Eine fachlich abgestimmte Ausrichtung des Studiums auf berufliche Anforderungen kann förderlich sein.

IDIP: Wodurch sehen sie das Fortbestehen von individuellen Studien gefährdet?
Frohmann: Ich sehe das Fortbestehen der individuellen Studien nicht gefährdet.
(Puh, da sind wir aber erleichtert :-)

IDIP: Wo sehen sie Probleme für die BOKU durch individuelle Studien?
Frohmann: Bei einem Überangebot an individuellen Studien kann das BOKU-Profil unscharf werden. Deswegen macht es Sinn ausschließlich fachlich klar und nachvollziehbar begründete individuelle Studien umzusetzen.

IDIP: Welchen Aufwand bedeutet ein individuelles Studium von der Seite der BOKU?
Frohmann: Den formalen Aufwand kann die Studienabteilung besser beurteilen. Der Aufwand der Programmbegleitung umfasst im Schnitt zwei bis drei Besprechungen und zwei Korrekturphasen. Das ist aus meiner Sicht vom Aufwand her in Ordnung.

IDIP: Sollte die BOKU individuelle Studien stärker bewerben/unterstützen oder nicht? Warum?
Frohmann: Ich denke das individuelle Studium ist primär ein Anliegen der Studierenden und sollte auf dem Eigenengagement der Studierenden basieren. Die Möglichkeit zur Durchführung individueller Studien soll grundsätzlich bestehen bleiben.

IDIP: Was zeichnet für Sie ein gutes individuelles Studium aus?
Frohmann: Ein gutes individuelles Studium soll sich fachlich klar gegenüber bestehenden Studienprogrammen abgrenzen. Es soll auf den Arbeitsmarkt reagieren und entsprechende Nischen ansprechen, sodass die Umsetzbarkeit des Studiums in eine berufliche Weiterführung der Ausbildung gewährleistet ist.

IDIP: Weshalb würden Sie sich für ein individuelles Studium entscheiden?
Frohmann: Da die BOKU ein sehr breites Angebot an differenzierten Fachrichtungen und Studienprogrammen anbietet sehe ich für mich persönlich keine Notwendigkeit für ein individuelles Studium.

 

.